Pneumatik Wartungseinheit mit Filterregler, Manometer und Öler an einer Maschine
Bild: Druckluftbrevier

Pneumatik

Teil von Pneumatik: Ventile, Zylinder und Greifer für Maschinenbau planen

Pneumatik Wartungseinheiten in 4 Schritten einstellen

Pneumatik Wartungseinheit einstellen: Schrittfolge für Filterregler, Öler, Manometer und Absperrventil mit Werten, Intervallen und Ersatzteilpreisen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine Pneumatik Wartungseinheit besteht aus Absperrventil, Filterregler mit Manometer und Öler.
  • Der Instandhalter stellt den Betriebsdruck auf sechs bar ein und gleicht den Nenndurchfluss ab.
  • Der Öler dosiert einen Tropfen je zehn Liter Normvolumen.
  • Filterelement und Dichtsatz werden alle sechs Monate getauscht.
  • Der Meister prüft die protokollierten Werte und gibt die Anlage frei.

Vorbereitung: Zuständigkeit, Werkzeug und Ersatzteile

Vor dem ersten Handgriff prüft der Instandhalter den Anlagenzustand. Das Absperrventil wird geschlossen, die Anlage drucklos geschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert. Die Freigabe für die Arbeiten erteilt der Meister und trägt die Sperrung in den Schichtplan ein. Für die komplette Einstellung plant er ein Wartungsfenster von dreißig Minuten ein.

Bereitgelegt werden ein Maulschlüsselsatz, ein Prüfmanometer mit einem Messbereich von null bis zehn bar, ein Auffangbehälter für Kondensat und ein fusselfreies Tuch. An Ersatzteilen liegen ein Filterelement, ein Dichtsatz und Öl nach ISO VG 32 bereit.

Welche Druckluftqualität die Anlage braucht, regelt die Norm ISO 8573-1. Die VDMA-Fachinformationen zur Drucklufttechnik fassen Normen und Leitungsnetze für den Maschinenbau zusammen. Wartungseinheiten liefern Festo, Bosch Rexroth, SMC und Parker in Baugrößen von G1/8 bis G1.

Die vier Arbeitsschritte im Ablauf

  1. Absperrventil schließen und den Vordruck am Manometer prüfen. Dauer: etwa fünf Minuten. Fällt der Zeiger nicht auf null, ist das Ventil undicht. Ersatz für Absperrventile führt die SMC Ventiltechnik.

  2. Kondensat über die Ablassschraube in den Auffangbehälter ablassen und das Filterelement begutachten. Dauer: etwa zehn Minuten. Ein verschmutztes Element erzeugt einen Druckabfall über 0,5 bar und wird getauscht. Das neue Element wird mit der Dichtfläche nach oben eingesetzt.

  3. Am Filterregler den Betriebsdruck von sechs bar einstellen und den Nenndurchfluss mit dem Bedarf der Verbraucher vergleichen. Dauer: etwa zehn Minuten. Der Druck wird bei durchströmender Anlage eingestellt, weil der Regler unter Durchfluss nachregelt. Typische Anlagen liegen bei 1000 Liter pro Minute. Eine Übersicht der SMC Pneumatik Komponenten hilft bei der Zuordnung der Baugröße.

  4. Den Öler auf einen Tropfen je zehn Liter Normvolumen dosieren, das Absperrventil langsam öffnen und die Werte protokollieren. Dauer: etwa fünf Minuten. Die Tropfenfolge wird am Schauglas bei laufender Anlage geprüft. Der Meister vergleicht Druck und Durchfluss mit den Vorgaben.

Nachkontrolle und Dokumentation

Nach dem Öffnen des Absperrventils prüft der Instandhalter die Einheit fünfzehn Minuten lang auf Dichtheit. Ein Druckabfall über 0,2 bar gilt als Undichtigkeit, dann werden Dichtsatz und Verschraubungen nachgezogen. Bei ölführenden Anlagen kontrolliert er zusätzlich die Tropfenfolge am Schauglas. Bleibt sie aus, ist die Dosiereinheit verstopft und wird gereinigt.

Die Werte trägt der Instandhalter mit Datum, Betriebsdruck und Durchfluss in das Wartungsbuch ein. Der Meister zeichnet die Freigabe ab. Die nächste Prüfung der gesamten Einheit steht nach zwölf Monaten an.

Einstellwerte, Intervalle und Ersatzteilpreise

Die Tabelle fasst die Werte zusammen, die im Wartungsbuch erscheinen. Die Preise sind marktübliche Listenpreise für Standardelemente der Baugröße 1, wie sie Hersteller und Fachhändler auf Anfrage nennen. Normen und Baugrößen bündeln die VDMA-Informationen zu Pneumatik und Fluidtechnik. Der Durchfluss wird am Nenndurchfluss der Einheit ausgerichtet, nicht am Spitzenbedarf.

Bauteil Einstellwert Intervall Preis netto
Filterregler sechs bar wöchentlich prüfen im Satz enthalten
Filterelement Druckabfall unter 0,5 bar sechs Monate 28 Euro
Öler ein Tropfen je zehn Liter Ölstand monatlich 19 Euro
Manometer null bis zehn bar zwölf Monate 22 Euro
Dichtsatz dicht zwölf Monate 16 Euro

Beispielrechnung: Filterelement zu 28 Euro netto, Dichtsatz zu 16 Euro netto und Manometer zu 22 Euro netto ergeben 66 Euro netto. Mit 19 Prozent Umsatzsteuer sind das 78,54 Euro brutto.

Häufige Fragen

Wie oft muss das Filterelement gewechselt werden?

Alle sechs Monate, in staubiger Umgebung früher. Ein Druckabfall über 0,5 bar zeigt den Wechselbedarf zusätzlich an.

Welcher Betriebsdruck ist richtig?

Sechs bar sind in Pneumatikanlagen üblich. Der Vordruck am Absperrventil muss mindestens einen bar darüber liegen.

Braucht jede Wartungseinheit einen Öler?

Nein. Bei ölfreier Druckluft entfällt der Öler, dann besteht die Einheit nur aus Absperrventil, Filter und Regler.

Wer gibt die Anlage nach der Wartung frei?

Der Instandhalter führt die Schritte aus, der Meister prüft die protokollierten Werte und zeichnet die Freigabe ab.

Wie lange dauert das Einstellen?

Die vier Schritte dauern rund dreißig Minuten, die Nachkontrolle fünfzehn Minuten.

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