Öleingespritzter Schraubenkompressor in einer Industrie-Kompressorenstation während des Betriebs
Bild: Druckluftbrevier

Kompressoren

Druckluft Kompressoren: Auswahl für Industriebetriebe in Deutschland

Druckluft Kompressoren für Industriebetriebe: Bauarten, Normen wie ISO 1217 und ISO 8573-1, Betreiberpflichten, Betriebskosten und Auswahl in fünf Schritten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Drei Bauarten decken fast alle Fälle ab: Schraubenkompressoren für den Dauerbetrieb, Kolbenkompressoren für hohe Drücke und kleine Mengen, Turboverdichter für sehr große Volumenströme.
  • Ausgelegt wird vom Verbraucher her: Der niedrigste benötigte Arbeitsdruck bestimmt den Enddruck, die Summe der Verbraucher plus Leckagereserve die Liefermenge in m³/min.
  • Vergleichen lassen sich Kompressoren nur über genormte Messwerte nach ISO 1217; die Druckluftqualität wird über die Reinheitsklassen der ISO 8573-1 festgelegt.
  • Betreiberpflichten nach BetrSichV, TRBS und DGUV greifen ab der Inbetriebnahme und beginnen mit der Gefährdungsbeurteilung.
  • Die Stromkosten übersteigen den Kaufpreis über die Nutzungsdauer meist um ein Mehrfaches; ein Rechenbeispiel mit 75 kW ergibt 67.500 Euro netto pro Jahr.

Bauarten: Schrauben, Kolben und Turboverdichter

Ein Schraubenkompressor verdichtet Luft mit zwei ineinandergreifenden Rotoren. Sie fördern das Medium in immer kleiner werdende Kammern, bis der gewünschte Enddruck erreicht ist. Die Bauart arbeitet nahezu pulsationsfrei, ist kompakt und für den Dauerbetrieb gebaut. In Industrienetzen dominiert sie bei Liefermengen von etwa 0,5 bis 60 m³/min und Antriebsleistungen von rund 4 bis 500 kW.

Zwei Varianten sind zu unterscheiden. Beim öleingespritzten Schraubenkompressor kühlt und dichtet Öl den Verdichtungsraum, was Enddrücke bis etwa 13 bar wirtschaftlich macht. Ölfrei verdichtende Maschinen arbeiten mit Synchrongetrieben oder Wasser und liefern Luft ohne Öleintrag. Welche Bauform passt, hängt von der geforderten Reinheitsklasse ab. Kaeser Kompressoren stellt Produktdaten und Auswahlinformationen zu Schraubenkompressoren für beide Varianten bereit.

Kolbenkompressoren verdichten in einem oder mehreren Zylindern. Je nach Stufenzahl erreichen sie Enddrücke von 10 bis über 300 bar und sind bei kleinen Liefermengen die wirtschaftlichste Lösung, etwa für Werkstattluft oder einzelne Prüfstände. Nachteile sind Pulsation, höherer Schallpegel und der Verschleiß an Ventilen und Ringen. BOGE Kompressoren bündelt Schrauben- und Kolbenkompressoren in einer Produktübersicht.

Turboverdichter arbeiten mit einem oder mehreren Laufrädern. Sie verdichten ölfrei, sind verschleißarm und für sehr große Volumenströme ausgelegt, wie sie in der Chemie, in Großkläranlagen oder in der Prozessluft vorkommen. Ihre Kennlinie ist steil: Sinkt der Volumenstrom, steigt der Enddruck, bis die Pumpgrenze erreicht ist. Deshalb braucht diese Bauart eine saubere Auslegung mit Regelventil oder Drehzahlregelung.

Für die Vorauswahl genügt eine grobe Zuordnung nach Liefermenge und Druckniveau. Die folgende Übersicht nennt Bereiche, in denen die drei Bauarten üblicherweise wirtschaftlich arbeiten.

Bauart Typische Liefermenge Typischer Enddruck Stärke
Schraubenkompressor, öleingespritzt 0,5 bis 60 m³/min 5 bis 13 bar Dauerbetrieb und Lastspitzen
Schraubenkompressor, ölfrei 1 bis 50 m³/min bis 10 bar Luft ohne Öleintrag
Kolbenkompressor 0,1 bis 10 m³/min 10 bis über 300 bar hohe Drücke, kleiner Bedarf
Turboverdichter sehr große Volumenströme je nach Stufe ölfreie Großanlagen

Die Tabelle ersetzt keine Auslegung, sie grenzt das Feld ein. Stehen zwei Bauarten zur Wahl, entscheidet die Jahresarbeit. Wer die aufgenommene Leistung über die geplanten Betriebsstunden rechnet, erkennt schnell, welche Maschine im eigenen Lastprofil günstiger läuft.

Kennzahlen und Normen: Druck, Liefermenge, Leistung

Der Enddruck folgt aus dem Verbraucher, nicht aus dem Katalog. Maßgeblich ist der niedrigste Arbeitsdruck der Maschine mit dem höchsten Bedarf. Dazu kommen die Verluste in Aufbereitung, Behälter und Leitungsnetz. Übliche Industrienetze werden am Kompressoraustritt mit 7 bis 8 bar betrieben, Sonderfälle mit 10 oder 13 bar.

Die Liefermenge beschreibt, welches Luftvolumen die Maschine bei einem definierten Saugzustand je Zeiteinheit abgibt, angegeben in m³/min oder m³/h. Verbindlich gemessen wird nach ISO 1217, der Norm für Abnahmeversuche an Verdrängerkompressoren. Sie regelt, wie Liefermenge, Leistungsaufnahme und spezifische Leistung zu ermitteln sind. Der VDMA bündelt Fachinformationen zu Drucklufttechnik, Normen und Leitungsnetzen.

Erst die spezifische Leistung macht Angebote vergleichbar, denn sie setzt die aufgenommene Leistung ins Verhältnis zur gelieferten Menge. Gute öleingespritzte Schraubenkompressoren erreichen bei 8 bar etwa 0,10 kWh je m³. Ein Aggregat mit 45 kW und 7,5 m³/min liegt rechnerisch bei 6,0 kW je m³/min. Wer nur die Motorleistung vergleicht, übersieht genau diesen Wirkungsgradunterschied.

Der Enddruck wirkt direkt auf die Stromrechnung. Sinkt er bei gleicher Liefermenge um ein bar, fällt die aufgenommene Leistung um etwa 6 bis 7 Prozent. Ein niedrigerer Netzdruck ist deshalb die günstigste Effizienzmaßnahme überhaupt, sofern alle Verbraucher damit arbeiten.

Die Druckluftqualität beschreibt ISO 8573-1 mit drei Kennzahlen für Partikel, Wasser und Öl. Eine Angabe wie 1.4.2 steht für die strengste Partikelklasse, einen Drucktaupunkt der Klasse 4 und einen geringen Restölgehalt. Welche Klasse nötig ist, bestimmt der empfindlichste Verbraucher. Trockner, Filter und Kondensatableiter gehören deshalb in dieselbe Ausschreibung wie der Kompressor.

Für die Bewertung der Gesamtanlage gibt es ISO 11011, die den energetischen Zustand eines Druckluftsystems erfasst. EN 1012-1 regelt Sicherheitsanforderungen an Kompressoren und Vakuumpumpen. Beide Normen ersetzen keine Auslegung, sie liefern den Rahmen für Messung und Nachweis.

Was eine Kompressorenstation im Jahr kostet

Über die Nutzungsdauer verteilen sich die Kosten sehr ungleich. Der Kaufpreis macht häufig nur 10 bis 20 Prozent aus, Wartung und Instandhaltung etwa 10 bis 15 Prozent. Den größten Block trägt der Strom. Ob eine Station wirtschaftlich läuft, entscheidet deshalb die Effizienz und nicht der Anschaffungspreis.

Das folgende Rechenbeispiel zeigt die Größenordnung. Gewählt wird ein öleingespritzter Schraubenkompressor mit 75 kW Antriebsleistung und 12,5 m³/min Liefermenge bei 8 bar. Er läuft 6.000 Stunden im Jahr mit einer mittleren Last von 75 Prozent. Der Strompreis wird mit 0,20 Euro je kWh angesetzt.

  • Jahresarbeit: 75 kW × 0,75 × 6.000 h = 337.500 kWh
  • Stromkosten netto: 337.500 kWh × 0,20 Euro/kWh = 67.500 Euro
  • Umsatzsteuer 19 Prozent: 12.825 Euro
  • Stromkosten brutto: 80.325 Euro
  • Erzeugte Menge: 3.375.000 m³, spezifisch 0,10 kWh/m³

Ein großer Teil dieser Arbeit geht oft verloren. In schlecht gepflegten Netzen entweichen 20 bis 30 Prozent der erzeugten Druckluft durch Leckagen. Bei einem Viertel Leckageanteil wären das im Beispiel 16.875 Euro netto pro Jahr, die sich durch systematische Ortung und Reparatur einsparen lassen.

Hinzu kommen Wartung, Ölwechsel und Filter. Je nach Größe und Vertragsart sind das jährlich rund 2.000 bis 3.500 Euro netto. Betriebe mit Vorsteuerabzug rechnen netto, alle anderen müssen die 19 Prozent Umsatzsteuer als echten Kostenanteil mitführen.

Ein zweiter Hebel ist der Netzdruck. Wird er von 8 auf 7 bar gesenkt und bleibt die Liefermenge gleich, sinkt die Stromaufnahme um etwa 6 bis 7 Prozent. Im Beispiel entspräche das netto rund 4.050 bis 4.725 Euro im Jahr, vorausgesetzt das Netz trägt den niedrigeren Druck.

Die dritte Größe ist die Wärme. Ein erheblicher Teil, in der Praxis häufig 70 bis 90 Prozent der aufgenommenen elektrischen Energie, verlässt den Kompressor als Wärme. Wird sie in die Heizung oder Warmwasserbereitung eingebunden, sinken die Heizkosten der Halle spürbar.

Betreiberpflichten: BetrSichV, TRBS und DGUV

Kompressoren sind Arbeitsmittel und Druckgeräte zugleich. Die BetrSichV verlangt für jedes Arbeitsmittel eine Gefährdungsbeurteilung, die sichere Errichtung und eine Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme. Druckluftbehälter und Rohrleitungen erfasst zusätzlich Anhang 2 der Verordnung, sodass wiederkehrende Prüfungen hinzukommen. Der Volltext der BetrSichV bei gesetze-im-internet.de steht öffentlich bereit.

Prüfungen nimmt eine befähigte Person vor. Ihre Qualifikation richtet sich nach Aufgabenstellung, Gefährdung und den einschlägigen technischen Regeln. Die Prüffristen legt der Betreiber selbst fest und begründet sie in der Gefährdungsbeurteilung. Ein pauschaler Prüfkalender ohne Bezug zur konkreten Anlage genügt nicht.

Die Technischen Regeln für Betriebssicherheit konkretisieren diese Pflichten. TRBS 1111 beschreibt die Gefährdungsbeurteilung, TRBS 2141 behandelt Gefährdungen durch Dampf und Druck, also auch Druckluftanlagen. Die BAuA stellt das Regelwerk der Technischen Regeln für Betriebssicherheit öffentlich bereit.

Dazu kommen die Vorgaben der gesetzlichen Unfallversicherung. Die DGUV Vorschrift 1 verpflichtet zur Unterweisung und zur Bereitstellung geeigneter Arbeitsmittel. Lärm, Wärme und bewegte Teile der Station gehören in die Gefährdungsbeurteilung, ebenso die Aufstellung in geschlossenen Räumen.

Für die Auswahl bedeutet das: Aufstellungsort, Belüftung, Schallschutz und Zugänglichkeit für Prüfung und Wartung sind Planungsgrößen. Der Kompressorraum braucht ausreichend Zuluft, damit die Verdichtungswärme abgeführt wird. Die Herstellerangaben zum Kühlluftbedarf gehören in die Planung, sonst heizt sich der Raum im Sommer unzulässig auf.

Auswahl in fünf Schritten

Wer eine Station neu auslegt oder erneuert, geht am besten vom Verbrauch zum Gerät. Die folgenden fünf Schritte lassen sich mit wenigen Messwerten belegen und halten die Auswahl nachvollziehbar.

  1. Lastprofil messen. Erfassen Sie Druckluftmengen und Druckniveaus aller Verbraucher, möglichst über eine vollständige Produktionswoche. Ein Datenlogger am Netz zeigt Grundlast und Spitzen, die aus Listenwerten nie sichtbar werden.
  2. Druckniveau festlegen. Bestimmen Sie den niedrigsten Arbeitsdruck der Verbraucher und rechnen Sie die Verluste für Aufbereitung, Behälter und Leitungen hinzu. Ein Ringnetz mit ausreichenden Querschnitten hält den Druckverlust klein.
  3. Liefermenge berechnen. Addieren Sie die Verbraucher und multiplizieren Sie die Summe mit einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 0,6 bis 0,9. Dazu kommen ein Leckageanteil und eine Reserve für spätere Erweiterungen.
  4. Bauart und Luftqualität festlegen. Wählen Sie zwischen Schrauben-, Kolben- und Turboverdichter und bestimmen Sie die Klasse nach ISO 8573-1. Daraus ergeben sich Trocknerbauart und Filterstufen.
  5. Wirtschaftlichkeit und Pflichten prüfen. Stellen Sie die Jahreskosten über zehn Jahre zusammen, inklusive Service und Energie. Klären Sie parallel Prüffristen, Aufstellung und Unterweisung nach BetrSichV und DGUV.

Die Ausschreibung sollte Liefermenge bei definiertem Enddruck, spezifische Leistung nach ISO 1217, Schalldruckpegel und Aufbereitung enthalten. Nur so sind Angebote vergleichbar. Wer nur die Motorleistung nennt, bekommt Maschinen, deren tatsächlicher Verbrauch im Betrieb davon abweicht.

Zwei Maschinen statt einer großen sind meist die bessere Wahl. Eine drehzahlgeregelte Grundlastmaschine deckt den Großteil des Bedarfs, eine zweite Maschine fährt Spitzen und sichert die Versorgung bei Wartung. Diese Kaskade senkt Leerlaufverluste deutlich.

Steuerung, Behälter und Leitungsnetz

Die Steuerungsart entscheidet mit über den Verbrauch. Last-Leerlauf-Steuerungen halten einen festen Druck und schalten den Motor bei Bedarf zu. Drehzahlgeregelte Maschinen passen die Liefermenge stufenlos an und arbeiten im Teillastbereich sparsamer. Bei stark schwankendem Bedarf ist die Drehzahlregelung meist die bessere Wahl.

Der Druckluftbehälter puffert und schützt. Er nimmt Lastspitzen auf, begrenzt die Schalthäufigkeit und hält den Netzdruck zwischen zwei Einschaltpunkten stabil. Ausgelegt wird er nach der größten Verbrauchsspitze und dem zulässigen Druckband, nicht nach der Kompressorgröße allein.

Im Leitungsnetz entscheidet der Querschnitt. Zu enge Rohre erzeugen Druckverlust, den der Kompressor mit höherem Enddruck ausgleichen muss. Ein Ringnetz mit Absperrventilen in den Abgängen erlaubt es, Teilstrecken abzuschieben, ohne die Produktion zu stoppen. Als Planungsrichtwert gilt, den Gesamtdruckverlust zwischen Kompressoraustritt und entferntestem Verbraucher unter 0,3 bar zu halten.

Trockene Luft und saubere Rohre halten den Verlust ebenfalls klein. Kondensat, das in Leitungen stehen bleibt, verengt den Querschnitt und fördert Korrosion. Kondensatableiter an Tiefpunkten und Steigleitungen gehören deshalb zur Auslegung, ebenso Entlüftungen an den Enden des Netzes.

Aufbereitung: Trockner, Filter und Kondensat

Druckluft verlässt den Kompressor heiß und wasserdampfgesättigt. Kühlt sie im Netz ab, fällt Kondensat aus und gefährdet Ventile, Werkzeuge und Messgeräte. Aufbereitung ist deshalb kein Zubehör, sondern Teil der Auslegung und muss zur geforderten Klasse nach ISO 8573-1 passen.

Kältetrockner erreichen Drucktaupunkte um 3 Grad Celsius und reichen für Werkstattluft, Sandstrahlen und die meisten pneumatischen Antriebe. Adsorptionstrockner kommen auf minus 40 Grad Celsius und tiefer und sind nötig, wenn Leitungen im Freien liegen oder empfindliche Prozesse geschützt werden müssen. Sie benötigen einen Teil der Druckluft zur Regeneration.

Filter trennen Partikel und Restöl ab. Ein Koaleszenzfilter hinter dem Trockner entfernt Aerosole, ein Aktivkohlefilter Restdämpfe. Wichtig ist die Reihenfolge: Trockner zuerst, Filter danach, sonst tragen feuchte Filter den Ölanteil weiter. Der Druckverlust über Trockner und Filter gehört in die Energiebilanz.

Kondensat darf nicht einfach in die Kanalisation. Ölhaltige Kondensate werden getrennt erfasst und über Aufbereiter fachgerecht entsorgt, die Einstufung folgt den abfallrechtlichen Regeln des Betriebs. Wartungsfreie Ableiter mit Niveausteuerung verhindern, dass Druckluft über offene Ablasshähne entweicht.

Anbieter und Markt in Deutschland

Der deutsche Markt wird von wenigen Herstellern mit eigenem Vertrieb und Servicenetz geprägt. Kaeser Kompressoren aus Coburg, BOGE aus Bielefeld und Atlas Copco mit Deutschlandzentrale in Essen decken das Spektrum von kleinen Kolbenmaschinen bis zu großen Schraubenstationen ab. Atlas Copco bietet eine Produktübersicht zu Kompressoren für die Industrie an.

CompAir gehört zur Ingersoll-Rand-Gruppe und ist vor allem bei öleingespritzten Schraubenkompressoren präsent. Die Aerzener Maschinenfabrik liefert Drehkolben- und Turbomaschinen für große Volumenströme. Dieses Feld überlappt sich nur teilweise mit dem der klassischen Verdrängerkompressoren.

Zur Auswahl gehört der Service. Reaktionszeiten, Ersatzteilverfügbarkeit und die Frage, ob Fremdfirmen warten dürfen, gehören in den Vertrag. Ein Vollwartungsvertrag bündelt Prüfungen, Ölwechsel und Ersatzteile zu einem festen Betrag, bindet aber über die Laufzeit.

Wer Angebote vergleicht, sollte Liefermenge, spezifische Leistung, Schalldruckpegel und Wartungsumfang in eine Tabelle übertragen. Nur so werden Unterschiede sichtbar, die im Prospekt leicht untergehen. Die Lebenszykluskosten über zehn Jahre sind die belastbarste Vergleichsgröße.

Häufige Fragen

Wie viele Kompressoren sollte eine Station haben?

Zwei bis drei Maschinen sind üblich. Eine drehzahlgeregelte Maschine deckt die Grundlast, eine oder zwei weitere fahren Spitzen und sichern die Versorgung bei Ausfall oder Wartung. Die Kaskade senkt Leerlaufverluste und erhöht die Verfügbarkeit.

Welche Druckluftklasse nach ISO 8573-1 brauche ich?

Das entscheidet der empfindlichste Verbraucher. Für einfache Werkstattluft genügt häufig Klasse 4.6.4 mit Kältetrockner, für Ventilinseln und Werkzeugmaschinen 3.4.3, für Lebensmittel, Pharmazie und Elektronik 1.4.1 oder besser mit ölfreier Verdichtung und Adsorptionstrockner.

Reicht ein Kolbenkompressor für eine Werkstatt?

Für intermittierenden Bedarf mit wenigen Verbrauchern ja. Läuft die Maschine täglich mehrere Stunden oder ist das Netz weit verzweigt, arbeitet ein Schraubenkompressor mit Behälter und Trockner in der Regel wirtschaftlicher und leiser.

Wer darf Druckluftbehälter prüfen?

Prüfungen führt eine befähigte Person oder je nach Anlage eine zugelassene Überwachungsstelle durch. Umfang und Fristen ergeben sich aus Anhang 2 der BetrSichV und aus der Gefährdungsbeurteilung des Betreibers.

Wie viel Wärme lässt sich zurückgewinnen?

Bei öleingespritzten Schraubenkompressoren verlässt der größte Teil der Antriebsenergie die Maschine als nutzbare Wärme. Sie lässt sich in Heizkreise, Warmwasser oder Trocknungsprozesse einspeisen und senkt die Heizkosten der Halle spürbar.

In diesem Leitfaden

  1. Druckluft Kompressoren Schrauben oder Kolben im VergleichDruckluft Kompressoren Vergleich: Schrauben-, Kolben- und Turboverdichter mit Liefermenge, spezifischer Leistung, Wartung und Kosten pro Betriebsstunde.
  2. Druckluft Kompressoren Kosten pro Betriebsstunde berechnenDruckluft Kompressoren Kosten pro Betriebsstunde berechnen: Beispielrechnung mit 75 kW und 110 kW, Strompreis nach BDEW, Wartung, Investition und MwSt.
  3. Druckluft Kompressoren Checkliste für die InbetriebnahmeCheckliste zur Druckluft Kompressoren Inbetriebnahme: Betreiberpflichten nach BetrSichV und DGUV, Prüfschritte, Formulare, Beispielkosten für Prüfungen mit MwSt.
  4. Druckluft Kompressoren Wartung in 5 Schritten planenWartung von Druckluft Kompressoren in 5 Schritten planen: Intervalle in Betriebsstunden, Ersatzteilpreise, Servicepauschalen und Dokumentation nach BetrSichV.

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